Tag der offenen Gesellschaft in Steele

Am Samstag, 18. Juni 2022 wird in ganz Deutschland der 5. Tag der offenen Gesellschaft begangen. Unser Bündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“ lädt Sie an diesem Tag herzlich zu einem Stadtfest auf die Steeler Ruhrwiesen ein.

Während in der medialen Öffentlichkeit Steele durch die Aufmärsche der „Steeler Jungs“ oft als ein Ort des aufkeimenden Rechtsextremismus wahrgenommen wird, möchten wir das andere Bild von Steele zeigen und gemeinsam mit Ihnen ein sichtbares Zeichen für den demokratischen Zusammenhalt und Frieden setzen. Vor allem aber möchten wir mit Ihnen ein Fest feiern! Dieses Fest steht für das bunte, solidarische, freundliche, humane und weltoffene Gesicht von Steele.

Aramic Ensemble / Foto: Alaa Alatrah

Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher politischer Meinungen, unterschiedlicher Religionen versammeln sich auf ihren mitgebrachten Picknickdecken, essen und trinken, kommen ins Gespräch und erleben ein buntes Kulturprogramm auf der Bühne. Alle Kinder sind herzlich eingeladen, am umfangreichen Kinderprogramm und am Sportprogramm auf der Sportwiese der Steeler Vereine teilzunehmen.

Das Stadtfest bietet die perfekte Gelegenheit, zu erfahren und kennenzulernen, wer sich im Stadtteil engagiert. Hier kommen Sie mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Gruppen und Initiativen sowie einfach mit Menschen aus Steele in Kontakt, erfahren mehr von ihnen und kommen sich ein kleines Stück näher.

Achan Malonda / Foto: Ben Jenak

Bühnenprogramm veranstaltet in Kooperation mit dem Kulturzentrum Grend

  • 12:30 Uhr Friedensgebet der Religionsgemeinschaften
  • 13:00 Uhr Bigbands des Gymnasiums an der Wolfskuhle
  • 14:10 Uhr LAN NETTY & the M.M.A. – Reggae, Dancehall und Afrobeat
  • Grußwort Julia Jacob (1. Bürgermeisterin der Stadt Essen), Grußwort Frank Stienecker (Bezirksbürgermeister)
  • 15:05 Uhr Trommelgruppe der Grundschule im Steeler Rott
  • 15:35 Uhr Molly Coddle – 70s-Rock‘n Blues
  • Grußwort Muchtar Al Ghusain (Dezernent der Stadt Essen für Jugend, Bildung und Kultur)
  • 16:15 Uhr Schwarz/Rot Atemgold 09 – Samba, Latin, Ska, Pop
  • 16:50 Uhr „Mut machen – Steele bleibt bunt“ und Jacques Tilly präsentieren die Steeliene
  • 17:25 Uhr Human – Band – Rockband des Carl-Humann-Gymnasiums
  • 18:10 Uhr Stimmen gegen Rechts – politisches Liedgut
  • Danach Tanzkurs des Julius-Leber-Hauses – afrikanische Tänze
  • 19:00 Uhr Lieder gegen den rechten Aufmarsch – Gesang im Duett
  • 19:45 Uhr MALONDA – Elektropop und mehr
  • 20:50 Uhr Aramic Ensemble – transkulturelle Musik
  • 21:45 Uhr Finale mit der Istari Performance Feuershow
Lan Netty

Wir treffen uns auf den Ruhrwiesen und kommen ins Gespräch auf dem:

Platz der Religionsfreiheit: DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde zu Essen-Steele e.V.• Evangelische Kirchengemeinde Königssteele • Islamisches Kulturzentrum Uthman Ibn Affan • Katholische Kirchengemeinde St. Laurentius

Platz der Demokraten: Demokratische Parteien der Bezirksvertretung VII

Platz der Initiativen: Steeler Archiv e. V. mit der Initiative „Stolpersteine“ • Steeler Nachbarschaftsladen • Essener Friedensforum • Forum Billebrinkhöhe • Essen stellt sich quer • Just Songs • VVN-BdA Essen • Aufstehen gegen Rassismus • Antirassismus-Telefon • Candyshop, inklusive Kunstwerkstatt des Diakoniewerks Essen

Platz der sozial Engagierten: AWO Essen • Steelenser Bürgerbündnis • Mobilitea • Arbeiter-Samariter-Bund • NEUE ARBEIT der Diakonie Essen • Caritas • Arbeit & Bildung Essen

Schwarz / Rot Atemgold 09

SPORT- UND MITMACHPROGRAMM FÜR KINDER (13 bis 19 Uhr)

  • Hüpfburgen und Spielmobil, Kinderschutzbund und AWO
  • Schminken, Kita Hünninghausenweg und Kita Bochumer Landstraße
  • Kindertheater, Theater Freudenhaus
  • Rollenrutsche, MTG Horst
  • Vorstellung und Mitmachaktionen der Abteilungen des TVG Steele
  • Kajakfahren, Ruhr Abenteuer GmbH
  • Ergometerrudern, Steeler Ruderverein
  • „Kick out Rassismus“-Fußballturnier, Fanprojekt von Rot-Weiss Essen und dem TC Freisenbruch
  • Protestschildermalen, Atelier Susanne Nocke
  • Buttonmaschine, Kita Bochumer Landstraße
  • Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Gesamtschule in Roboterverkleidung
  • Straßentheateraktion mit Schülerinnen und Schülern der Helene-Lange-Realschule
Tanz- und Trommelgruppe Julius Leber Haus
Human – Band

Für Essen und Trinken sorgen:

  • Zahra‘s Morgenland – marokkanische Spezialitäten
  • Islamische Gemeinde – türkische Spezialitäten
  • Foodtruck der NEUEN ARBEIT – Picknick-Food
  • Capobianco Al Fiume – italienische Spezialitäten
  • MTG Horst – Slush-Eis
  • Kneipe & Bar im Grend – Getränkewagen
Istari Perfomance – Feuershow / Foto: Julia Littwin

Den Tag der offenen Gesellschaft in Steele unterstützen u.a.

  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Stadt Essen
  • Runder Tisch Steele mit seinen 19 Mitgliedern
Lieder gegen den rechten Aufmarsch: Rachel Tedder und Thomas Melcher

Aus der Steeler Geschäftswelt wird der Tag unterstützt von:

  • „Aus dem Bauch heraus“, Kurse für Babys, Kinder und Eltern
  • Bauernhof am Mechtenberg, Familie Budde Maas
  • bs-physiotreffpunkt
  • Damen und Herren Mode Leon Finger GmbH
  • Design Garage – Zeichnen und Illustrieren
  • Elektro Gierse GmbH
  • GENO BANK Essen eG
  • Hörgeräte und Augenoptik Bagus GmbH
  • HNO am Grendplatz, Dr. med. Jürgen Schöne
  • Kneipe & Bar im Grend und Privatbrauerei Jacob Stauder GmbH & Co. KG
  • landauf.landab.gmbh
  • MEIN KURIER
  • Naturkostladen Apfelbaum
  • Ruhrverband
  • Schürholz Brille und Linse
  • Sparkasse Essen
  • Spielbasis Ruhr
  • Terfurth Gebäudereinigung
  • Zahra`s Morgenland
Stimmen gegen Rechts

Steeler Diskussion

Vor den NRW – Landtagswahlen diskutieren wir mit den Kandidat*innen der großen Parteien darüber, wie sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Steele verbessern wollen. Neben dem Ukraine – Krieg und der Pandemie sind die lokalen Herausforderungen im Stadtteil weiterhin aktuell. Wie können wir das demokratische Miteinander fördern? Müssen wir uns stärker gegen Rassismus engagieren? Ist die Solidarität untereinander in Gefahr? Wie kann die künftige Landesregierung das friedliche Zusammenleben verbessern?

Es diskutieren:

  • Thomas Ziegler (CDU)
  • Frank Müller (SPD)
  • Gönül Eğlence (Grüne)
  • Detlef Heinrich (FDP)
  • Gabriele Giesecke (Linke)

Claudio Gnypek: Moderation

Montag, 4. April 2022, 19:00 Uhr

Theater Freudenhaus im Grend, Westfalenstr. 11, 45276 Essen

+ Liveübertragung

Eintritt frei.

Veranstalter: Bündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“ und Kulturzentrum Grend

Gedenken an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar vor der Marktkirche

Eineinhalb Millionen Menschen, die meisten davon Jüdinnen und Juden, aber auch Hunderttausende Sinti und Roma, christliche Pol*innen, Kommunist*innen, Homosexuelle und weitere im Vernichtungslager Auschwitz auf grausamste Art bestialisch ermordet.
Ab Juli 1942 lief die Tötungsfabrik Tag und Nacht, in der die Menschen industriell vernichtet wurden, vernichtet wie Ungeziefer.
Eine Woche vor der Befreiung von Auschwitz sprengte die SS Gaskammern und Krematorien. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Die sowjetischen Soldaten trafen auf 8000 bis aufs Skelett abgemagert und völlig entkräftete Häftlinge. Auch 600 Kinder konnten befreit werden.
Der überwiegende Teil der bis dahin überlebenden Häftlinge war jedoch wenige Tage zuvor von der SS auf dem Todesmarsch westwärts getrieben worden bei starkem Schneefall und
klirrender Kälte. Wer nicht mehr laufen konnte, wurde von der SS erschossen. Es spielten sich tausendfache Tragödien auf den Straßen und Schienen ab vor den Augen der Bevölkerung.

Auch das Martyrium der Häftlinge und Zwangsarbeiter*innen im deutschen Reich dauerte an. Anlass, ebenfalls an sie zu erinnern. Bei unbeschreiblicher katastrophaler Verpflegung, Unterkünften und unmenschlicher Behandlung mussten die Zwangsarbeiter*innen schwerste Sklavenarbeit leisten an erster Stelle in der Rüstungsfirma Krupp. Mitten in der Stadt Essen die Zwangsarbeitslager – für alle sichtbar. Bevor die amerikanischen
Truppen am 11. April in Essen einmarschierten, wurden noch viele Häftlinge auf Todesmärsche getrieben.

Aktuell ist unter den Reihen derer, die gegen die Corona-Schutzmaßnahmen protestieren eine Relativierung dieser monströsen Verbrechen zu beobachten, indem sie sich als Opfer
einer von ihnen so genannten „Corona- Diktatur“ inszenieren, und diese mit der Verfolgung der Juden durch die Nazis vergleichen. Diese Relativierung des industriell betriebenen Massenmords ist nicht hinnehmbar und für uns Anlass zu
gedenken und zu mahnen: Nie wieder!

8. Mai muss ein Feiertag werden! Esther Bejarano, sie hatte Auschwitz, Ravensbrück und den Todesmarsch überlebt, forderte anlässlich des Gedenkens an die Befreiung von Auschwitz: „Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben
Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai
1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.“

Gedenken an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar vor der Marktkirche ab 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

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