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Mein Steele

Zwar bin ich in Überruhr aufgewachsen, doch habe ich schon als Kleinkind eine innige Beziehung zum Stadtteil Steele entwickelt. Sei es beim Einkaufen mit Muttern und danach Pommes/Currywurst im Kirchspiel oder als Dauergast im Freibad an der Ruhr in den Sommerferien. Später dann war Steele auch Durchgangsstation auf der Fahrt zum Gymnasium in der Innenstadt und ich werde nie die wilde Schneeballschlacht zwischen –zig Schülern auf dem Kaiser-Otto-Platz, der damals noch Verkehrsplatz war, vergessen, als wegen des starken Schneefalls nichts fuhr und wir deshalb hier feststeckten. Dann bin ich 10 Jahre lang durch verschiedene Stadtteile Essens gegondelt und bin vor 28 Jahren wieder hier gelandet, als ich zu meinem Mann in das erste wunderschöne alte Haus an der Dreiringstraße gezogen bin. 7 Jahre später zogen wir um in das nächste noch schönere Jugendstilhaus mit eigenem Garten und enger Anbindung an die Fußgängerzone. Hier fühlen wir uns so wohl, dass wir uns nur noch in einer Kiste  heraustragen lassen. Steele war, ist und bleibt lebens- und liebenswert, trotz mancher umtriebiger Gestalten, die in den letzten Jahren versuchen, die Atmosphäre hier zu vergiften.