Tag der offenen Gesellschaft in Steele

Am Samstag, 18. Juni 2022 findet der Tag der offenen Gesellschaft statt.

Zusammen mit dem Runden Tisch Steele plant das Bürgerbündnis “Mut machen! Steele bleibt bunt“ wieder ein buntes  Programm auf den Ruhrwiesen.

Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher politischer Meinungen, unterschiedlicher Religionen versammeln sich auf ihren mitgebrachten Picknickdecken. essen und trinken zusammen, kommen ins Gespräch und erfreuen sich an einem bunten Kulturprogramm.

Am 18. Juni kommen wir zusammen und setzen gemeinsam ein sichtbares Zeichen für den Zusammenhalt gegen alle antidemokratischen Tendenzen. Kurz gesagt: Wir bleiben im Dialog und wir kommen uns alle ein kleines Stück näher.

In der medialen Öffentlichkeit wird Steele durch den Aufmarsch der „Steeler Jungs“ bundesweit immer wieder als ein Ort des aufkeimenden Rechtextremismus wahrgenommen. Wir zeigen am 18. Juni ein anderes Bild.  Machen wir die Ruhrwiesen zu einem Ort, an dem sich das bunte, das solidarische, das freundliche, das humane und weltoffene Gesicht von Steele deutlich zeigt.

Steeler Diskussion

Vor den NRW – Landtagswahlen diskutieren wir mit den Kandidat*innen der großen Parteien darüber, wie sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Steele verbessern wollen. Neben dem Ukraine – Krieg und der Pandemie sind die lokalen Herausforderungen im Stadtteil weiterhin aktuell. Wie können wir das demokratische Miteinander fördern? Müssen wir uns stärker gegen Rassismus engagieren? Ist die Solidarität untereinander in Gefahr? Wie kann die künftige Landesregierung das friedliche Zusammenleben verbessern?

Es diskutieren:

  • Thomas Ziegler (CDU)
  • Frank Müller (SPD)
  • Gönül Eğlence (Grüne)
  • Detlef Heinrich (FDP)
  • Gabriele Giesecke (Linke)

Claudio Gnypek: Moderation

Montag, 4. April 2022, 19:00 Uhr

Theater Freudenhaus im Grend, Westfalenstr. 11, 45276 Essen

+ Liveübertragung

Eintritt frei.

Veranstalter: Bündnis „Mut machen – Steele bleibt bunt“ und Kulturzentrum Grend

Gedenken an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar vor der Marktkirche

Eineinhalb Millionen Menschen, die meisten davon Jüdinnen und Juden, aber auch Hunderttausende Sinti und Roma, christliche Pol*innen, Kommunist*innen, Homosexuelle und weitere im Vernichtungslager Auschwitz auf grausamste Art bestialisch ermordet.
Ab Juli 1942 lief die Tötungsfabrik Tag und Nacht, in der die Menschen industriell vernichtet wurden, vernichtet wie Ungeziefer.
Eine Woche vor der Befreiung von Auschwitz sprengte die SS Gaskammern und Krematorien. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Die sowjetischen Soldaten trafen auf 8000 bis aufs Skelett abgemagert und völlig entkräftete Häftlinge. Auch 600 Kinder konnten befreit werden.
Der überwiegende Teil der bis dahin überlebenden Häftlinge war jedoch wenige Tage zuvor von der SS auf dem Todesmarsch westwärts getrieben worden bei starkem Schneefall und
klirrender Kälte. Wer nicht mehr laufen konnte, wurde von der SS erschossen. Es spielten sich tausendfache Tragödien auf den Straßen und Schienen ab vor den Augen der Bevölkerung.

Auch das Martyrium der Häftlinge und Zwangsarbeiter*innen im deutschen Reich dauerte an. Anlass, ebenfalls an sie zu erinnern. Bei unbeschreiblicher katastrophaler Verpflegung, Unterkünften und unmenschlicher Behandlung mussten die Zwangsarbeiter*innen schwerste Sklavenarbeit leisten an erster Stelle in der Rüstungsfirma Krupp. Mitten in der Stadt Essen die Zwangsarbeitslager – für alle sichtbar. Bevor die amerikanischen
Truppen am 11. April in Essen einmarschierten, wurden noch viele Häftlinge auf Todesmärsche getrieben.

Aktuell ist unter den Reihen derer, die gegen die Corona-Schutzmaßnahmen protestieren eine Relativierung dieser monströsen Verbrechen zu beobachten, indem sie sich als Opfer
einer von ihnen so genannten „Corona- Diktatur“ inszenieren, und diese mit der Verfolgung der Juden durch die Nazis vergleichen. Diese Relativierung des industriell betriebenen Massenmords ist nicht hinnehmbar und für uns Anlass zu
gedenken und zu mahnen: Nie wieder!

8. Mai muss ein Feiertag werden! Esther Bejarano, sie hatte Auschwitz, Ravensbrück und den Todesmarsch überlebt, forderte anlässlich des Gedenkens an die Befreiung von Auschwitz: „Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben
Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai
1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.“

Gedenken an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar vor der Marktkirche ab 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

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Zusammen gegen Leerdenken und rechte Hetze

Für Montag, 24. Januar, 17:30 Uhr rufen Essen stellt sich quer und Aufstehen gegen Rassismus Essen zu einer Kundgebung gegen Wissenschaftsfeindlichkeit, Coronaleugner:innen, die sogenannten „Spaziergänge“ und zunehmende Hetze auf.

„Es reicht! Wir widersprechen denen, die behaupten, im Namen der Essener:innen zu sprechen. Wir sind viele und stehen für die tatsächliche und bislang schweigende Mehrheit. Deshalb ergreifen wir jetzt das Wort. Wir wollen, dass der Fokus auf die Solidarischen gelenkt wird. Auf diejenigen, die täglich zu hunderttausenden auf die Straße gehen und sich impfen lassen. Die ihre Maske tragen, die Abstände und die Hygieneregeln einhalten. Die ihren Teil zur Beendigung der Pandemie beitragen!“, heißt es im Aufruf, der unter essq.de/e2401 abrufbar ist.

Die beiden Organisationen solidarisieren sich klar mit den durch die Pandemie besonders betroffenen Pflegekräften und Mediziner:innen. „Besonders Beschäftigte im Gesundheitswesen sind von der aktuellen Situation getroffen (…) und tragen die volle Last der Pandemie auf ihren Schultern. Ihnen gebürt unser Dank, unsere Anerkennung und unser Vertrauen“, so der Aufruf weiter.

Die Organisationen rufen unter essq.de/e2401 zur Unterstützung des Aufrufs und zur Teilnahme an der Kundgebung am 24. Januar auf. Es wird ausdrücklich zum Tragen von FFP2-Masken und dem Einhalten von Abständen aufgerufen. „Außerdem begrüßen wir es, wenn sich die Teilnehmenden vorher selbst testen“, so die Organisator:innen.

Bild mit Steeliene

Sucht ihr noch Weihnachtsgeschenke? Wir haben da etwas:

Eine Steele – Collage des Künstlers Bernd Roettgers mit der Steeliene von Jacques Tilly gibt es jetzt als Bild (Leinwand auf Holzrahmen) im Format 30 cm x 20 cm und kostet 20,00 Euro. (Größere Formate sind möglich.)

Wir empfehlen auch das Buch „Sag was! Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren“. Das Buch hat 80 Seiten und kostet 6,00 Euro. Dazu gibt es auch ein gleichnamiges Spiel. Es ist spielbar mit 2-6 Personen ab 14 Jahren, hat 62 Karten und kostet 10,00 Euro.

Alles ist im Naturkostladen „Apfelbaum“ vorrätig. Der Erlös geht in die Finanzierung der Arbeit unseres Bürgerbündnisses. Wir danken Elke und Christoph vom „Apfelbaum“ für die Unterstützung dieser Aktion!

Steeliene

Wir präsentieren die Steeliene, eine Figur für unseren Stadtteil.

Steeliene ist entstanden als ein gemeinschaftliches Projekt des Bündnisses Mut machen – Steele bleibt bunt und des Künstlers und weltbekannten Erbauers von Karnevalswagen Jacques Tilly. Die Idee war und ist, eine Figur für den Stadtteil Steele zu schaffen, die mit Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Witz und Humor die Werte vertritt und verteidigt, denen sich auch der Runde Tisch Steele verschrieben hat, nämlich Vielfältigkeit, Zivilcourage, Nachhaltigkeit und Fairness .

In diesem Sinne ist sie

  • Netzflickerin, das heißt, sie knüpft Netzwerke und schafft Verbindungen
  • Türöffnerin, das heißt, sie öffnet Türen und schafft neue Räume,
  • Wertegärtnerin, das heißt, sie pflegt und hegt die Werte, die sie verkörpert und sorgt für ihre Verbreitung
  • Clownin, das heißt, sie regt mit Humor zum Nachdenken an
  • Lichtträgerin, das heißt, sie verkörpert Hoffnung
  • Mutmacherin, das heißt, sie ermutigt, bisher unbekannte Wege zu gehen, sich auszuprobieren.

In diesem Sinne wünschen wir uns, dass möglichst viele Menschen Steeliene lieb gewinnen und sie uns in vielfältiger Weise durch den Stadtteil und darüber hinaus begleitet.

Herzlich willkommen, Steeliene!

Aeham Ahmad – Konzert und lesung

Aeham Ahmad, der Pianist aus den Trümmern gibt ein Konzert und der Schauspieler Jaschar Markazi Noubar liest aus der Autobiografie des Pianisten.

Freitag, 26.11.2021, 19:00 Uhr, Bille – Forum, Billebrinkhöhe 72, 45136 Essen

Anmeldung mit Name und Adresse an:

mail@literatuerk.de

Es gilt die 2G Regel / Eintritt frei auf Spendenbasis

Eine Kooperationsveranstaltung des Inklusionszentrums Billebrinkhöhe, Kulturzentrum GREND, Literaturfestival Literatürk und dem Bündnis Mut machen – Steele bleibt bunt

Gedenken an Reichsprogromnacht

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und Essen stellt sich quer rufen dazu auf, gemeinsam der Opfer der Verbrechen der Reichspogromnacht zu gedenken. An dem von den Faschisten sarkastisch als Kristallnacht bezeichneten Datum wird mit einer „Scherbenspur“ auf der Kettwiger-Straße (Ecke Kardinal-Hengsbach Platz) erinnern, dort, wo die Scherben von jüdischen Kaufhäusern sich über die Einkaufsstraße verteilten.

Dienstag, 9. November, ab 16.30 Uhr auf dem Kardinal-Hengstbach-Platz, Essen City.

Weitere Infos:

Zusätzlich werden am Samstag, 13. November, ab 11.00 Uhr in Steele die Stolpersteine geputzt, Treffpunkt an der Mariensäule, Essen Steele.

Schadet „Steele bleibt bunt“ dem Stadtteil?

In der NRZ/WAZ vom 13.10.2021 wird der Geschäftsführer des Initiativkreises City Steele mit folgender Äußerung zu den Steeler Jungs und dem Bündnis Mut machen Steele bleibt bunt zitiert: „wir brauchen beide nicht“. Damit wird das Bündnis Mut machen Steele bleibt bunt gleich gesetzt mit den Steeler Jungs.

Hierzu stellen wir fest: bei den Steeler Jungs handelt es sich um eine gewaltbereite Gruppierung die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet wird, die Verbindungen in die Neonazi-Szene hat. Ihre von ihnen so genannten Spaziergänge durch den Stadtteil dienen der Einschüchterung und der Durchsetzung ihres Anspruchs, als Bürgerwehr ihr Verständnis von Recht und Ordnung notfalls mit Gewalt durchzusetzen.

Gruppierungen wie diese stellen eine Gefahr für die demokratische Ordnung dar.

In Deutschland gibt es historische Erfahrungen mit dem Faschismus. In seinen Anfängen, in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, wurde er verharmlost und konnte unter anderem deswegen groß werden, weil sich ihm nicht die Gesellschaft entgegengestellt und gewarnt hat. Im Jahr 2021 sitzt mit der AfD eine Partei im Bundestag, deren offen faschistischer rechter Flügel, derzeit die Führung übernimmt. Damit haben Gruppierungen wie die Steeler Jungs ein parlamentarisches Sprachrohr.

Von Politikern nahezu aller Couleur ist zu hören, dass die Zivilgesellschaft aufgerufen ist, sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen. Das Bürgerbündnis Mut machen Steele bleibt bunt zieht die Lehren aus den historischen Erfahrungen. Es  steht für gesellschaftlichen Widerstand gegen Rechtsextremismus und setzt mit zahlreichen Aktivitäten Zeichen in diesem Sinne. Das Bündnis ist aktiver Bestandteil des Runden Tisches Steele, der vor wenigen Wochen Lebensregeln für den Stadtteil verabschiedet hat. Unter anderem, „Steele bleibt fair“ und „Steele zeigt Zivilcourage“.

Wir fragen: Warum wird das Bürgerbündnis mit den Steeler Jungs gleichgesetzt? Was rechtfertigt die Aussage man brauche das Bürgerbündnisnicht ?

Solange es eine gewaltbereite Bürgerwehr im Stadtteil gibt, solange es politische Kräfte gibt, die eine rechtsextreme Agenda vertreten, brauchen wir eine starke Zivilgesellschaft, die sich dem entgegenstellt. In der Öffentlichkeit auftretende Menschen wie Herr Greifenberg laden wir deshalb ein, die Verteidigung demokratischen Lebens zu unterstützen anstatt die Arbeit des breiten Bündnisses von Bürgerinnen und Bürgern zu denunzieren.

In der WAZ vom 15.10.2021 bekräftigt der ICS – Geschäftsführer Alfred Greifenberg seine Aussage: „…Steele bleibt bunt“ (habe) „dem Image Steeles in gleicher Weise geschadet wie die Auftritte der Steeler Jungs.“ Der ICS-Chef sagte, er bleibe deshalb dabei: „Wir brauchen beides nicht“.

Der ganze Artikel:

https://www.waz.de/staedte/essen/chef-von-city-steele-bekraeftigt-demos-schaden-stadtteil-id233590759.html

Lieder gegen den rechten Aufmarsch

Ein Abend mit Texten und Gesang

mit: Rachel Tedder, Arno Bovensmann und Thomas Melcher

Donnerstag, 28.10.2021, um 19 Uhr im Kulturzentrum Grend, Westfalenstr. 311, 45276 Essen

Eine Anmeldung ist erforderlich unter anmeldung@steelebunt.de

Zutritt nur für 3G – Eintritt frei.

Lieder gegen den rechten Aufmarsch stammen aus der Mitte unserer Gesellschaft. Sie sind Ausdruck des tief im Menschen verwurzelten Wunsches nach Freiheit, Toleranz und Gleichheit. Sie berühren, machen Mut, zeigen Wege in ein wertschätzendes Miteinander, sie lassen uns von besseren Zeiten träumen. Aber sie berichten auch von dunkleren Zeiten, ermahnen uns wachsam zu sein und führen uns die Abgründe der menschlichen Existenz vor Augen. Rachel Tedder (Mezzo-Sopranistin), Arno Bovensmann (Tenor) und Thomas Melcher (Bass) laden sie auf eine einzigartige, musikalische und emotionale Achterbahnfahrt ein. Erleben Sie Lieder gegen den rechten Aufmarsch aus unterschiedlichsten Stilen und Perspektiven in diesem, exklusiv für diesen Abend zusammengestellten Konzertprogramm dreier vielseitiger KünstlerInnen. Sie erwartet ein musikalischer Abend, der Sie nicht nur unterhalten, sondern auch zum Mitfühlen, Mitdenken und Mitdiskutieren anregen wird.